Persönlicher Status und Werkzeuge

Sprachwahl

Der erreichte Standard an heutiger Lebensqualität basiert in hohem Maße auf den vielseitigen Errungenschaften der Naturwissenschaften. Während bislang die Grundbedürfnisse der Menschen, wie Nahrung, Kleidung oder Energie, im Vordergrund standen, werden heute zunehmend die Konsequenzen des Handelns in Bezug auf unsere Umwelt einbezogen. Auch die optimale Nutzung der begrenzten Energieressourcen steht hierbei im Vordergrund. Wissenschaftler konzentrieren sich verstärkt auf diese neuen Ziele im Rahmen der sogenannten „Grünen Chemie“. Die Produktion von Gebrauchsgütern soll sicherer und umweltschonender gestaltet werden. Es wird nach neuen Reaktionswegen gesucht, um die gewünschten Produkte ohne giftige Abfälle und Zwischenprodukte herzustellen. Wichtige Aspekte dieser „nachhaltigen Produktion“ sind u.a. die Gewinnung von Chemikalien aus der Landwirtschaft oder die Biokatalyse, d.h. die Verwendung von Enzymen zur Herstellung von Feinchemikalien, Nahrungsergänzungsmitteln u.ä.

Aufgrund der vollständigen Sequenzierung verschiedener Pflanzengenome stehen mittlerweile eine Reihe von Genen zur Verfügung, deren biologische Funktionen und biotechnologischen Potentiale aber bislang noch unbekannt sind. Ziel des Fachgebiets „Biotechnologie der Naturstoffe“ ist deshalb die Charakterisierung neuartiger pflanzlicher Gene und deren Proteine zur Bereitstellung nützlicher Enzyme, die für die Produktion von Naturstoffen, Feinchemikalien u.a. in biotechnologischen Prozessen eingesetzt werden können. Langfristig soll eine zunehmende Unabhängigkeit von petrochemischen Erzeugnissen erreicht werden. Das Fachgebiet versucht die gesteckten Aufgaben durch vernetzte Forschung zu verwirklichen. Hierzu wird den Studenten der verschiedenen Studienrichtungen wie Biologie, Chemie, Ernährungswissenschaften, Molekulare Biotechnologie, Lebensmittelchemie und –technologie ein entsprechendes wissenschaftliches Umfeld bereitgestellt.